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Auch das zweite Arredo Wochenende verspricht Spannendes

Fachliches Wissen, Unterhaltung und ästhetische Kost am Messestand der Architekturstiftung Südtirol

Auch am 2. Wochenende der Arredo wartet die Architekturstiftung mit interessanten Fachvorträgen zum Thema Produktdesign, Lichtdesign sowie Denkmalpflege auf. Dazu wird Kulinarisches auf einer eigens von MMDesign entworfenen Palette serviert.  Am Sonntag zeigen die Modellbauer wiederum ihr Können. Ein besonderer  Höhepunkt ist die geistig-kulinarischen Tafelrunde am Sonntag mit den Architekten Oswald und Alexander Zoeggeler und Ehrengast Prof. Arch. Adolfo Natalini aus Florenz.

Bozen, am 22.3.2012: „Ingredienti“ nennt sich der diesjährige Messeauftritt der Architekturstiftung, als Antwort zum Messethema „die Küche“. So wie beim Kochen ist es auch beim Bauen: alles beginnt mit meist einfachen Ausgangsmaterialien, eben den Ingredienzien. Erst in der intelligenten und kunstvollen Kombination der Ingredienzien entstehen  Kochkunst bzw. gute Architektur. Zu eben dieser Betrachtung der „Ingredienzien“ und deren Weiterverarbeitung lädt die Architekturstiftung ein.

Samstag, den 24. März:
11.00 Uhr - Vortrag „Die Eigenartigkeit der Haut“;
Restaurator und Maler Markus Pescoller

12.00 Uhr - Mario Varesco von MM Design kocht bunte Häppchen, serviert auf eigens von ihm entworfenen Farbpaletten „QB“.

14.00 Uhr - Vortrag „exploretoinnovate“
Designer Alex Terzariol und Mario Varesco (MM Design, Bozen); Mehrfach Träger des reddot design awards, des IF design awards

15.30 Uhr – „ethic ratatouille“; Benno Simma

16.00 Uhr – Lichtshow; Julia Wagner

Sonntag, den 25. März: Ganztags - Am Sonntag sind wieder die Modellbauer aus Innsbruck da, um mit Groß und Klein Modelle zu bauen, bzw. kostenlose Beratungen an die Messebesucher zu geben.

Ganztags - Der Vorarlberger Bildhauer, Schnapsbrenner und Barkeeper Roland Adlassnigg stellt sein „Emotionsdepot“ vor und spricht über seine letzten Arbeiten.

12.00 Uhr - die geistig-kulinarische Tafelrunde; Oswald und Alexander Zoeggeler, Ehrengast Prof. Arch. Adolfo Natalini

PERSONEN:

Markus Pescoller, geb. 1964, Leiter des Restaurier Betriebes Pescoller Werkstätten GmbH. 1983-1990 Studium der Kunstgeschichte in Wien und Innsbruck; Diplomarbeit zum Thema: „Franziskuszyklen als gegenreformatorische Zeichen. Exemplarisch dargestellt am Tod Francisci des Zyklus in Innichen von Lukas Platzer. Eine semiotische Analyse, aufgeschlüsselt nach Syntax, Semantik und Pragmatik. 2000-2008 Studium der Restaurierung an der HTW Berlin; Diplomarbeit zum Thema: Restaurierung und Erzählung. Zum restauratorischen Umgang mit der Fassade der  Liebfrauenkirche in Kitzbühel.

Alex Terzariol und Mario Varesco von MM Design.
MM Design ist ein erfolgreiches Produkt-Design-Büro aus Bozen, welches weit über die grenzen des Landes hinaus tätig ist. Mehrfach Träger des reddot design awards, des IF design awards und weiterer Preise, haben sie unter anderem die Kaffemaschine Y1 für Illy, den Karabinerhaken ATTAC für Salewa, den federleichten Skischuh MASTERLITE für Garmont, den vielgesehenen Kühlschrank BOMBINO für Smeg, den Wasserfilter-Dampf-Saugstauber G403 für Gioel u.v.a.m. entwickelt.

Halotech-Lichtfabrik ist eine Fachwerkstatt  für Beleuchtung, und hat die Beleuchtung u. a. für die Bücherei Wiederin  sowie die Sushibar Sensei mit Arch. Rainer Köberl , das Nöckler in Bruneck (Bild), die Kellerei Schreckbichl in Girlan mit Bergmeisterwolf, aber auch die Aussenbeleuchtung für den Landhausplatz in Innsbruck gemacht.

Benno Simma, Architekt, Designer, Künstler, Chansonnier und Wortklauber, singt im Tiroler Dialekt bis hin zu den italienischen und englischen Idiomen alles über Liebe, Leben und tiefgreifendem Beziehungskram, vom Rock-Blues bis zum Jazz und klimpert dabei am Klavier. Liedermacher, Musiker und Songschreiber seit 1976.

Prof. Arch. Adolfo Natalini
Der italienische Architekt und Designer Adolfo Natalini gründete 1966 in Florenz zusammen mit Piero Frassinelli, Alessandro und Roberto Magris sowie Cristiano Toraldo di Francia die avantgardistische Designer- und Architektengruppe Superstudio, die sich mit dem Design von Möbeln und Objekten, mit Architekturprojekten und theoretischen Studien zur Entwurfstechnik beschäftigte. Superstudio nahm an zahlreichen internationalen Wettbewerben und Ausstellungen teil, veranstaltete Kurse und Vorlesungen an Hochschulen und prägte den Begriff des Antidesigns. Von 1971 bis 1973 drehte die Gruppe mehrere populärwissenschaftliche Filme und strebte eine «philosophische und anthropologische Wiedergründung der Architektur» an. 1973 gründete Natalini zusammen mit den Mitgliedern von Superstudio die Werkstätten Global Tools. 1981 wurde Natalini Professor an der Architekturfakultät in Florenz, wo Michele de Lucchi und David Palterer zeitweilig zu seinen Assistenten zählten, und übernahm die künstlerische Leitung der italienischen Firma Up & Up. Er verantwortete hier u.a. Brunnen, Kamine und Bänke aus Marmor, für die er Designer wie Andrea Branzi, Achille Castiglioni oder Matteo Thun gewann.
Zu den bekanntesten Entwürfen Natalinis und Superstudios gehören die Tische «Quaderna 283» und «Quaderna 260» aus dem Jahr 1970, die von Zanotta hergestellt wurden. Sie bestehen aus vielschichtigen Spanplatten und sind mit Plastiklaminat überzogen, das damals die Firma Abet Print nach Entwürfen von Superstudio entwickelt hatte. Natalini schuf für die Tische ein Muster aus schwarzen und weißen Karos, das die Ecken und Kanten der streng funktionalen Tische optisch aufhob. Neben weiteren Möbeln aus Plastiklaminat entwarf Adolfo Natalini einen viel beachteten Sekretär (dessen ausgeklappte Schreibplatte von zwei Bronzehänden gehalten wurde) aus Kirschbaumholz für die Firma Mirabili. Bei Up & Up waren u.a. Natalinis Tische «Antiquaria» und «Fanti» im Programm

Roland Adlassnigg
1972 geboren, ausgebildeter Holz- und Steinbildhauer. Seit 1996 als freischaffender Bildhauer tätig. Ausstellungen in Österreich, Slowenien, der Schweiz, Liechtenstein, Malta, Monaco, China und Italien. Seine Arbeiten befinden sich im Besitz des Landes Vorarlberg, der Stadt Feldkirch, in der Sammlung der VKW, Sammlung Raiffeisenbank und der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Ausgehend von den Obsessionen Kaffee, Schnaps und Zigaretten, verarbeitet er nicht nur diese Materialien zu Bildern, sondern setzt auch unfassbare Dinge wie den Rauch in schwere Marmorskulpturen um.
Die Annäherung an das Thema ist multimedial: neben den Zeichnungen, Druckgrafiken und Videos, bildet das Zentrum der Ausstellung die Installation einer faltbaren Bar die mobile Kommunikationsstation, an der die Stoffe auch in real probiert und studiert werden dürfen.


Medienmitteilung - Küchen müssen inszeniert werden

Vortrag von Stardesigner Herbert H. Schultes im Rahmen der Arredo 2012

Auf Einladung der Architekturstiftung Südtirol referiert Herbert H. Schultes, Chefdesigner der Firma Bulthaup am Wochenende auf der Messe „Arredo“. In seinen Ausführungen geht der Designer auf die Beschaffenheit der modernen Küche ein und bestätigt, dass die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft einen sehr großen Einfluss auf das Design moderner Küchen hat.

Bozen, am 20. März 2012: Die erste Hälfte des 21. Jahrhundert wird, von einer Umkehrung der Altersstruktur geprägt sein. Erstmals in der Geschichte der Menschheit wird die Zahl der älteren Menschen ab 60 Jahre die Zahl der jüngeren unter 15 Jahre übersteigen. Der Anteil der älteren Menschen in der westlichen Welt wird sich von derzeit 10% auf 21% erhöhen und somit verdoppeln. Der Anteil von Menschen unter 15 Jahren wird von 30% auf 21% zurückgehen. Bei der Entwicklung eines neuen Küchensystems für Bulthaup war es laut Schultes deshalb unabdingbar, dass man hinsichtlich der demografischen Veränderungen in der Gesellschaft, die ergonomischen Bedingungen beim Kochen erneut auf den Prüfstand stellt. Als Designer sei man nahezu verpflichtet, sich mit den Wünschen und Bedürfnissen der vermehrt älteren Nutzer auseinanderzusetzen und entsprechende Lösungen auszuarbeiten. „Unsere Vision bei der Entwicklung der b3 Küche war, im Sinne der Ressourcen-Schonung Materialmengen und damit verbunden Transport-Energie zu sparen, der demografischen Entwicklung der westlichen Gesellschaften Rechnung zu tragen und die sinnliche, emotionale Komponente eines neuen Systems deutlich herauszustellen.“ so Herbert Schultes. Gleichzeitig betont der Designer, dass die ältere Generation auf neues modernes Design wert legt und auch von der Ästhetik der Küche angesprochen werden will.

Auf schwer erreichbare Bereiche verzichten
Stellt man den Menschen vor einen üblichen Küchenaufbau, bestehend aus Unterschrank, Wandnische und Oberschrank und lässt seine Arme kreisen, betrachtet das Ganze von der Seite, also im Schnitt, kann man deutlich erkennen, dass gewisse Bereiche des Ober- und Unterschrank- Stauraumes außerhalb des natürlichen Greifbereiches liegen. Will jemand die außerhalb liegenden Zonen trotzdem erreichen, muss diese Person sich entweder extrem bücken, extrem strecken, oder eine Trittleiter benützen.
In der Entwicklung einer modernen Küche empfiehlt Schultes das Weglassen der „nicht erreichbaren Zonen“ und tretet dafür ein, dass der Raum zwischen Ober- und Unterschrank besser nutzbar gemacht wird.

Lebensraum Küche abwechslungsreich zu inszenieren
Herbert Schultes unterstreicht in seinen Ausführungen, dass man beim Planen von Küchen auch inszenieren muss. „Beim Lebensraum denken wir an Leben, sich bewegen, innehalten, diskutieren, ausruhen, genießen ohne die gesellschafts-politischen Zwänge des „man macht, man hat, man muss!“. Ich höre oft: für solche Installationen braucht man große Küchen. Das stimmt natürlich nur bei Labor- und Arbeitsküchen alter Prägung, nicht beim Lebensraum Küche. Der findet am besten entweder gleich im größten Raum, dem so genannten Wohnzimmer, statt oder man öffnet die Normküche hin zum Lebensraum.“ Berichtet der Designer.
Im Zeichen der Globalisierung darf die Forderung nach Rücksichtnahme auf die Ressourcen, Materialien und Energie alleine aber für eine wirklich zukunftsweisende Vision zu wenig sein. „Bei aller Euphorie im Verlangen nach Zeitlosigkeit durch Minimalisierung, darf das Bedürfnis nach Sinnlichkeit und Selbsterklärung nicht ungehört bleiben.“ unterstreicht Schultes.

Abschließend stellt Herbert Schultes klar, dass in einem erfolgversprechenden Küchendesign vieles optimal zusammenspielen muss. Großen Wert in der Entwicklung muss man aber auf die Zweckmäßigkeit legen: „Je klarer man den Zweck bestimmt, desto erfolgreicher das Resultat“.


Der Designer Herbert H. Schultes, Designer
Ein ganz Großer seines Fachs, deutsche Designgeschichte prägend.
„Dinge bleiben zeitlos, wenn sie minimalistisch sind“. Herbert Schultes entwickelte das Bulthaup-System b3. Er hält wenig von modischen Trends und mag gerne Bergbauernstuben

Aufbau des Studienganges Industrial Design an der Fachhochschule München, danach Lehrtätigkeit an den Kölner Werkschulen - 1967 Gründung Schlagheck Schultes Design- 1985 Chefdesigner der Siemens AG - 1995 Design Team des Jahres (Siemens AG) - Vorstandsmitglied Industrie Forum Design Hannover (bis 1996) - 1997 bis 2000 Geschäftsführer der designafairs GmbH - Vorstandsmitglied Internationales Design Zentrum Berlin (bis 1998) - Vorsitzender des Vorstandes und Initiator der Gründung des Design Zentrum München - Chairman des Auftrittes der Bundesrepublik Deutschland auf der IDCA International Design Conference Aspen 1996 zum Thema „Gestaltung: Visions of German Design“ - Zahlreiche awards des Industrie Forum Design Hannover, Design Center Stuttgart, red dot Essen - IDCA Aspen, Board Member of International Council - 1997 erhielt er den Designpreis der Landeshauptstadt München - berufenes Mitglied der Freien Akademie der Künste Mannheim - Bauhaus-Universität Weimar: Initiator und Mitbegründer des Institutes für Design Light - 2001 Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland - 2002 Bundespreis „Förderer des Designs“, Bundesministerium für Wirtschaft - Exponate im Museum of Modern Art, New York und Atheneum Chicago
Als Chefdesigner für Bulthaup, wurde H. Schultes kürzlich mit dem iF product design award 2012 ausgezeichnet

Das Unternehmen Bulthaup
Gegründet wurde das Unternehmen 1949 von Martin Bulthaup in Bodenkirchen bei Landshut und begann mit der Herstellung von Küchenbuffets. Das Unternehmen entwickelte sich sehr schnell und startete bereits 1974 die Produktion von Einbauküchen.
1976 übernahm Gerd Bulthaup die Geschäftsleitung und gewann Otl Aicher für eine Zusammenarbeit. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich schrittweise die internationale Design-Leadership der Marke Bulthaup für Küchenmöbelsysteme. Und 2011 startete Marc Oliver Eckert, der Enkel Martin Bulthaup's, in 3. Generation den nächsten Schritt in die Zukunft moderner Küchenmöbelsysteme.








Gli architetti altoatesini sul titolo del Giornale dell’ Architettura L’estratto del giornale con i seguenti articoli
  • Altoatesini piú bravi. Perché?
  • Inchiesta: perché l’Alto Adige è un modello – il merito è di politiche intelligenti
  • 8 professionisti contenti di essere architetti
  • Come si fa a diventare sudtirolesi: 6 ricette
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InSüdtirol

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Die Stiftung der Architekten Südtirols hat die Aufgabe, die Bevölkerung zum Thema Baukultur zu sensibilisieren: einerseits gibt sie die Architekturzeitschrift turrisbabel heraus, die auf hoch stehendem Niveau über Geschehen und neue Tendenzen in der Architekturszene unseres Landes berichtet und besonders Fachleute und an Baukultur Interessierte anspricht.
Da es aber auch notwendig ist, alle jene mit einzubeziehen, die sich nicht jeden Tag mit dem Thema auseinander setzen, hat die Stiftung die Möglichkeit wahrgenommen, die Wochenzeitschrift „IN Südtirol“ bei der Erstellung einer Architekturbeilage zu beraten, die in regelmäßigen Abständen in lockerer Weise und verständlicher Sprache interessante Bauten in unserem Lande vorstellt.
IN Südtirol hat uns freundlicherweise die ersten drei Auflagen zur Verfügung gestellt, die wir nun in unser Netz stellen.


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Architektur_Sonderseiten_Ausgabe21
Sonderthema_Architektur_Ausg25
Architektur_Bauernhoefe_Nr22-2011
Architektur Bauernhoefe2 Nr.22-2011
Ausgabe 37 / Öffentliche Räume
Sonderseiten_Architektur_Ausgabe43_Teil1

Architektur_Sonderseite_Ausgabe43_Teil2
Sonderseiten Hotelarchitektur_Ausgabe49

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